Gesicht zeigen und Mut machen: genau dies ist
das zentrale Anliegen, dem wir uns verschrieben haben im Kampf
gegen die Stigmatisierung psychisch kranker Menschen.
Wir ermöglichen Betroffenen und Angehörigen Gesicht zu zeigen.
Wir zeigen die Menschen in ihrer Ganzheitlichkeit und geben ihnen
eine Stimme. Diese Menschen zeigen einen unglaublichen Mut und
machen jenen Mut, die (noch) nicht über ihre Erkrankungen sprechen
können.
Gleichzeitig sensibilisieren wir dadurch die Öffentlichkeit im
Umgang mit psychisch kranken Menschen und deren Wahrnehmung in der
Gesellschaft. Wir Mutmachleute stehen für die Werte Vielfalt,
Respekt und Akzeptanz.
Wir informieren über psychische Erkrankungen, klären
auf und sensibilisieren für das Thema.
Wir möchten ermutigen, professionelle Hilfe und Angebote der
Selbsthilfe in Anspruch zu nehmen. Denn gerade in akuten
Krisensituationen kann es schwer sein, zeitnah Hilfe zu bekommen.
Die Wartezeiten auf Therapieplätze sind lang und die
Niederlassungen knapp. Wenn es im eigenen Umfeld dann noch
schwierig ist, über psychische Belastungen und Herausforderungen
zu sprechen, weil es immer noch genügend Vorurteile und Ängste
gibt, bleibt der Mensch im schlimmsten Fall alleine und sich selbst
überlassen. Wir vom Mutmachleute e.V. wollen eine Veränderung
bewirken.
Auf der #Mutmachleuteontour gehen wir mit einem
vielfältigen Programm in die Öffentlichkeit – für
eine starke Selbsthilfe und die Entstigmatisierung psychischer
Erkrankungen.
Denn: Wie erreicht man die Menschen mit unserer Mut machenden
Botschaft unmittelbar? Indem man miteinander spricht, sich
austauscht – auf Augenhöhe, von Mensch zu Mensch. Indem
Betroffene und Angehörige offen Gesicht zeigen und über ihre
Erkrankungen sprechen. Und auch indem sie nicht Betroffenen
wiederum ihre Fragen stellen können, um ihre Perspektiven zu
verstehen.
Wir schaffen Begegnungen von Mensch zu Mensch.
Auf eindrückliche Weise wird dazu auch unsere Wanderausstellung
Betroffene von psychischen Erkrankungen auf großformatigen
Aufstellern zeigen, die mit ihrer Geschichte Mut machen – immer
auf Augenhöhe mit den Betrachter*innen – und die sich stark
machen für die Selbsthilfe.
Wir sind überzeugt – und auch dies ist unsere
Botschaft:
Eine Gesellschaft muss sich auch daran messen lassen, wieviel
Vielfalt und Teilhabe sie zulässt für alle jene, die vielleicht
nicht für ihre Interessen einstehen und ihre Bedürfnisse äußern
können.
Dafür wollen wir an möglichst vielen Orten möglichst viele
Menschen erreichen.
Ein Wir ist stärker als ein Ich!