Die Idee der Kunstbegegnungen am Kanal
verbinden//trennen ist ein neuer Skulpturenweg am
Main-Donau-Kanal. Acht Kunstwerke sind entlang der
Kanalroute des RegnitzRadwegs zwischen Bamberg und Forchheim bis
2025 geplant. So kann man gemütlich am Kanaldamm entlang radeln
und dabei Kunst in der Natur entdecken. 2022 soll das Kunstwerk
für den Landkreis Bamberg an der sogenannten
"Rentnerruh" zwischen Bamberg und Strullendorf realisiert
werden.
Alle Kunstwerke haben als gemeinsames Thema
„verbinden//trennen“. So wie der Main-Donau-Kanal die Menschen
und Tiere verbindet, die entlang des Kanals leben. Aber diejenigen
voneinander trennt, die auf der jeweils anderen Seite des Kanals
wohnen. Die Kunstwerke setzen neue Wegmarken, die zum Innehalten,
Nachdenken und Austausch einladen wollen.
Seit 2021 stehen die ersten drei aus Kalkstein gefertigten
Skulpturen bei Hirschaid
("Wasserblume" von Petra
Lange auf dem Kanaldamm zwischen Regnitzau und Kraftwerk),
Altendorf ("On Taking
Root" von Cissy van der Wel am
Werkkanal bei Altendorf) und Eggolsheim
("Between" von Emanuela
Camacci gegenüber der Kläranlage Eggolsheim).
Bis 2025 sollen die Kunstwerke für die Stadt Bamberg
("H2O" von Michaela
Biet), den Landkreis Forchheim
("Scissors" von Bob
Budd), die Gemeinde Pettstadt
("Hydrophyt" von Angelika
Summa) und die Gemeinde Strullendorf
("Bogen" von Günther
Holder) entstehen. Wenn die Kunstwerke einmal am Kanal
stehen, werden sie auch vom Wasser aus zu sehen sein.
Wie und warum sind diese Entwürfe entstanden?
Im September 2017 haben sich acht BildhauerInnen aus vier Ländern
unter der künstlerischen Leitung der Bamberger Bildhauerin
Rosa Brunner im Schloss Sassanfahrt getroffen.
Ihre Aufgabe war es, sich ein neues Kunstwerk zu dem Thema
„verbinden // trennen“ auszudenken. Und zwar für einen ganz
bestimmten Platz im Regnitztal. Viele Menschen haben die
KünstlerInnen vor Ort besucht und die einmalige Chance genutzt,
einen Einblick in den zentralen Teil der künstlerischen Arbeit zu
gewinnen: die Entwicklung der Idee, die ganz am Anfang jedes
Schaffensprozesses steht, hin zu einem Entwurf. Und wie individuell
die verschiedenen KünstlerInnen dabei vorgehen.
Sie waren dabei völlig frei in ihrer Idee und der Wahl des
Materials. Für die KünstlerInnen die Gelegenheit, ohne
Wettbewerbsdruck Entwürfe mit unmittelbarem Ortsbezug zu
erarbeiten. So konnten sie in direkten Austausch mit der Geschichte
und den Eigenheiten der Orte und Menschen am Kanal treten. Die 2017
gestalteten Entwürfe sind die Basis für die Umsetzung der acht
entlang des RegnitzRadweg geplanten Kunstwerke. Dem Flussparadies
Franken ist es wichtig, die KünstlerInnen fair für ihre Arbeit zu
bezahlen und die Bevölkerung der Region an der Umsetzung zu
beteiligen.