Über das Projekt
"Am Haarstrang" ist der Titel eines Kurzfilmes den ein Team von professionellen Filmschaffenden im Sommer 2015 in der Soester Börde gedreht hat.
In Werl beginnt für den Hauptcharakter Daniel die letzte Woche seiner Schullaufbahn. Das schwierige Verhältnis zu seinem Vater und der drohende Verlust seiner Freunde setzt Daniel zunehmend unter Druck. Sieben Tage zwischen Feldern, Ballkleidern und Zukunftsfragen. Mit Nostalgie und authentischem, sentimentalem Blick auf die Region erzählt.
- Finanzierungszeitraum:
- 28.10.2015 - 28.12.2015
- Realisierungszeitraum:
- 6-8 Wochen
Das Ende der Schulzeit und der Übergang zu etwas Neuem und
Unbekannten, sind Lebensabschnitte die von jedem Menschen besonders
intensiv wahrgenommen werden, besonders da für die meisten
Schüler in diesem Zeitraum oft die ersten einschneidenden
Veränderungen anstehen. Das gewohnte Umfeld, die Heimat, die
Freunde und natürlich auch die unbekannte Zukunft, alles befindet
sich in Bewegung und liegt im Trüben.
Der Wunsch eine Geschichte über diese Lebensphase authentisch und
mit einem liebevollen Blick auf das Umfeld zu erzählen, haben uns
in die Heimat von Regieseur Tobit Kochanek geführt, die Soester
Börde. Viele der realisierten Szenen sind an realen Motiven
entstanden, der Entlassfeier bzw. dem Abiturball des
Ursulienengymnasiums, dem Schützenfest in Waltringen, das St.
Vinzenz Altenheim in Menden. Zudem haben wir auf die Arbeit mit
einem festen Script verzichtet, die Dialoge improvisiert und
abgesehen von den Hauptrollen mit vielen Laiendarstellern
gearbeitet.
Priorität hat für uns die Verbreitung des Filmes in der
Altersgruppe 17-19, gerade in der Region Soester Börde. Wir sind
davon überzeugt, dass junge Menschen, die vor der Schwelle zu
einem neuen Lebensabschnitt stehen, immer noch vielen
Unsicherheiten und Ängsten ausgesetzt sind. Um die Verbreitung
unseres Films in dieser Altersgruppe zu erreichen, arbeiten wir
unter anderem eng mit dem Lions Club Werl zusammen.
Zudem hoffen wir auf ein großes Interesse der Weler/innen die
unsere Dreharbeiten begleitet und unterstützt haben, oder einfach
neugierig geworden sind ihre heimatlichen Gefilde auf der großen
Leinwand zu sehen.
Gleichzeitig wollen wir Bilder von Stadt, Region und vor allen
Dingen ihrer Bewohner weitertragen. Die Drehzeit in Werl und die
vielen Begegnungen haben uns sehr inspiriert und wir sind der
festen Überzeugung dass die eingefangenen Atmosphären jedes
Kurzfilmpublikum begeistern können. Ziel ist somit zusätzlich mit
dem Film an einem A-Kurzfilmfestival teilzunehmen.
Film ist für alle am Projekt Beteiligten, vom Setrunner bis zum
Hauptdarsteller, in erster Linie eine große Leidenschaft. Mit viel
Vorarbeit und durch die Unterstützung einiger großer Partner in
der Region haben wir es zusammen mit dem Werler Kulturbahnhof
geschafft unsere Dreharbeiten zu finanzieren. Alle Teammitglieder,
auch die Schauspieler, haben bisher ohne Gage gearbeitet. Jetzt
hoffen wir darauf auch unser Publikum mit unserem Film und der
geleisteten, oft sehr anstregenden Arbeit begeistern zu können.
Gleichzeitig sehen wir unser Projekt ganz klar als eine Erweiterung
der Kulturszene in Werl und der Soester Börde.
Mit ihrer Unterstützung ermöglichen sie ein nachhaltiges Projekt,
einen außergewöhnlicher Film über eine außergewöhnliche
Region, das neben der Einladung zur Selbstreflexion für unsere
Hauptzielgruppe, auch für alle Beteiligten eine sehr wichtige,
künstlerische Nachwuchsförderung bedeutet.
Bisher haben alle Beteiligten ohne Gage an den Arbeiten teilgenommen. Das Ergebnis, in Form des Rohmaterials bzw des ersten Trailers, hat uns und beratende, bekannte Filmschaffende so sehr überzeugt dass wir in der jetzt anstehenden Postproduktion den Film möglichst professionell herstellen wollen. Diese Professionalität, die unabdingbar ist um das Potential unseres Materials jetzt nicht zu verschenken, kostet Geld. Unter anderem muss eine Person für den Schnitt gefunden werden, der wir die Arbeit definitiv vergüten müssen. Neben knapp 72 Stunden Film und Tonmaterial, das in den nächsten Wochen gesichtet, strukturiert und bearbeitet werden muss, sind mit weiteren Ausgaben für Musikrechte und die Premiere zu rechnen. Mit überschüssigem Geld wäre es zudem möglich den Teammitgliedern die Fahrtkosten zur Premiere nach Werl zu erstatten.
Als Initiator des Projektes ist Regiesseur und Autor Tobit Kochanek, geboren und aufgewachsen in Werl, zu nennen. Nach einem FSJ-Kultur am Schauspielhaus Bochum konnte er im Studium der Szenischen Künste in Hildesheim erste Filmerfahrungen sammeln. Während eines Praktikums bei der Schiwago Film in Berlin wurde Clara Wölk als Produzentin des Films gewonnen. Gemeinsam wurde anschließend mit dem Werler Kulturbahnhof, in Person von Olaf Grossmann, ein wichtiger Partner für die Finanzierung gefunden. Nach der Besetzung der Rollen und der Zusammenstellung des Teams sind besonders die Haupt-Darsteller Julian-Nico Tzschentke und Tilman Meyn, sowie Kameramann Jakob Kohl und Regieassistent Leonard Rottok zu nennen. Als wichtige Begleiter unseres Projektes haben uns unter anderem die Stadt Werl, das UG, der Lions Club, der Kunst und Kulturverein, sowie natürlich die Volksbank besonders unterstützt.
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